Kosten aufteilen & Ausgleich
Die fünf Split-Modi von Evensum im Detail und wie automatische Ausgleichszahlungen berechnet werden.
Warum Splitting?
Gemeinsame Kosten fair aufzuteilen ist bei Paaren und Haushalten oft eine Quelle unnötiger Diskussionen. Evensum übernimmt die Berechnung für euch und zeigt am Ende klar: Wer schuldet wem wie viel?
Die fünf Split-Modi
Für jeden festen Posten oder jede Kategorie könnt ihr festlegen, nach welchem Modus geteilt wird:
1. 50/50
Beide Personen tragen exakt die Hälfte. Beispiel: Die Stromrechnung beträgt 120 € – jede Person trägt 60 €.
2. Proportional nach Einkommen
Die Aufteilung richtet sich nach dem hinterlegten Nettoeinkommen. Verdient Person A 3.000 € und Person B 2.000 €, beträgt das Verhältnis 60:40. Bei einer Ausgabe von 500 € trägt A 300 € und B 200 €.
3. Eigene Prozentsätze
Ihr legt individuell fest, wer wie viel übernimmt – unabhängig vom Einkommen. Zum Beispiel 70 % / 30 %, wenn ihr das für bestimmte Kategorien so vereinbart habt.
4. Nur Zahler
Diese Ausgabe wird komplett von der Person getragen, die sie eingetragen hat – es findet keine Aufteilung statt. Sinnvoll für rein private Ausgaben, die zwar im Haushalt dokumentiert, aber nicht geteilt werden sollen. Auch für persönliche Sparraten ist dieser Modus die richtige Wahl, da so der gesamte Betrag eindeutig einer Person zugerechnet wird. „Nur Zahler“-Posten fließen deshalb gar nicht in die Ausgleichszahlung ein — sie sind per Definition neutral und tauchen auch in der Aufschlüsselung nicht auf.
5. Komplett für Partner
Die Ausgabe wird vollständig der anderen Person zugerechnet, obwohl die eintragende Person sie bezahlt hat. Praktisches Beispiel: Person A bezahlt ein Geschenk für die Familie von Person B – die Kosten sollen aber komplett Person B zugeordnet werden.
Live-Vorschau im Formular
Beim Anlegen oder Bearbeiten eines festen Postens oder Haushaltsbuch-Eintrags zeigt Evensum direkt im Formular eine Live-Vorschau der Aufteilung: Ein Balken visualisiert die Anteile, und darunter steht für jede Person der konkrete Betrag – so seht ihr sofort, wer wie viel übernimmt, bevor ihr speichert. Die Vorschau reagiert live auf Betrag, Split-Modus, eigene Prozentsätze und die Zahler-Auswahl.
Wie die Ausgleichszahlung berechnet wird
Evensum summiert für den betrachteten Zeitraum, wie viel jede Person tatsächlich bezahlt hat und wie viel sie laut Split-Modus eigentlich hätte tragen sollen. Die Differenz ergibt die Ausgleichszahlung.
Beispielrechnung:
- Person A verdient 3.000 € netto, Person B verdient 2.000 € netto → Verhältnis 60:40
- Die Miete beträgt 1.500 € und wird proportional nach Einkommen aufgeteilt
- Rechnerischer Anteil A: 1.500 € × 60 % = 900 €
- Rechnerischer Anteil B: 1.500 € × 40 % = 600 €
Bezahlt nun z. B. Person A die komplette Miete von 1.500 € vom Gemeinschaftskonto, aber tatsächlich hätte B nur 600 € beisteuern müssen, während A 900 € trägt, gleicht sich das aus, wenn beide entsprechend ihres Anteils auf das Gemeinschaftskonto einzahlen: A überweist 900 €, B überweist 600 €.
Wird stattdessen eine Ausgabe von einem Einzelkonto bezahlt, berechnet Evensum daraus eine konkrete Ausgleichsempfehlung, z. B.: "B überweist 600 € an A", damit am Ende beide ihren jeweiligen Anteil getragen haben.
Was fließt in die Ausgleichsrechnung ein? Feste Posten (monatlich umgerechnet), Haushaltsbuch-Einträge und Tank-/Ladevorgänge des Monats — jeweils mit ihrem Zahler und Split (über die Hausstromrechnung abgerechnete Heimladungen bleiben außen vor, sie stecken schon im Strom-Abschlag). Auch die automatischen Posten aus Energie-, Kredit- und KFZ-Modul (Abschläge je Zähler, Kreditraten, KFZ-Fixkosten) zählen dazu, sobald ihr dort Aufteilung und Konto festgelegt habt.
Quellkonto statt Zahler-Angabe: Hat ein Posten ein Quellkonto, beantwortet sich „Wer zahlt?" von selbst — das Formular blendet die Auswahl dann aus. Bei einem Einzelkonto gilt die Kontoinhaberin bzw. der Kontoinhaber als Zahler. Bei einem Gemeinschaftskonto ist der Posten für die Ausgleichszahlung neutral: Jede Person trägt ihren Anteil bereits über die monatlichen Einzahlungen auf das Konto (Karte „Monatliche Einzahlungen pro Konto" auf der Übersicht) — eine zusätzliche Ausgleichszahlung würde doppelt zählen.
Zwischen Monaten blättern: Die Übersicht zeigt immer einen konkreten Monat — oben neben der Monatsüberschrift könnt ihr vor- und zurückblättern. Ausgleichszahlung, „Diesen Monat fällig" und die monatlichen Einzahlungen werden dann für genau diesen Monat berechnet: vergangene Monate mit den damaligen Haushaltsbuch- und KFZ-Einträgen, zukünftige Monate inklusive der Posten, die dann schon gelten (z. B. ein Posten mit „Gilt ab").
Mehrere Posten und Zeiträume
In der Praxis gibt es nicht nur einen Posten, sondern viele – Miete, Nebenkosten, Lebensmittel, Versicherungen. Evensum saldiert alle Posten eines Monats und errechnet daraus eine einzige Ausgleichszahlung pro Monat, statt für jeden Posten einzeln hin- und herzuüberweisen. Das reduziert die Anzahl nötiger Überweisungen auf ein Minimum.
Split-Modus je Kategorie oder Posten
Ihr müsst euch nicht auf einen einzigen Modus für den ganzen Haushalt festlegen. Es ist üblich, z. B. Miete und Nebenkosten proportional nach Einkommen zu teilen, während Freizeitausgaben 50/50 laufen und private Geschenke im Modus "Nur Zahler" erfasst werden.
Praxistipp
Legt den Split-Modus direkt beim Anlegen eines Postens fest, statt ihn nachträglich zu ändern – so bleibt eure Historie im Audit-Log übersichtlich und die Ausgleichsberechnung nachvollziehbar.