Feste Einnahmen & Ausgaben
Wiederkehrende Posten anlegen, Intervalle und Fälligkeit verstehen, automatische Monatsumrechnung und die Rücklagen-Empfehlung.
Wiederkehrende Posten anlegen
Im Bereich Feste Kosten erfasst ihr alle wiederkehrenden Einnahmen, Ausgaben und Sparraten – von Gehalt über Miete bis zur KFZ-Versicherung. Für jeden Posten legt ihr fest:
- Bezeichnung (z. B. "KFZ-Versicherung")
- Betrag
- Kategorie (z. B. Mobilität, Versicherungen, Wohnen)
- Intervall: monatlich, quartalsweise, halbjährlich oder jährlich
- Fälligkeitsmonat und -tag (bei nicht-monatlichen Intervallen)
- Konto, von dem die Zahlung abgeht
Intervalle und Fälligkeit
Nicht jede Ausgabe fällt monatlich an. Evensum unterstützt:
| Intervall | Beispiel |
|---|---|
| Monatlich | Miete, Streaming-Abo |
| Quartalsweise | Manche Versicherungsbeiträge |
| Halbjährlich | KFZ-Steuer bei manchen Fahrzeugen |
| Jährlich | Hausratversicherung, Rundfunkbeitrag (falls jährlich gewählt) |
Bei nicht-monatlichen Intervallen gebt ihr zusätzlich an, in welchem Monat und an welchem Tag die Zahlung fällig ist – etwa "jährlich, fällig im März, am 15."
Automatische Umrechnung auf den Monat
Damit ihr trotz unterschiedlicher Intervalle einen klaren monatlichen Überblick habt, rechnet Evensum jeden Posten automatisch auf einen monatlichen Anteil herunter.
Rechenbeispiel: Eure KFZ-Versicherung kostet 480 € pro Jahr.
480 € ÷ 12 Monate = 40 € pro Monat
Dieser monatliche Anteil von 40 € fließt in eure Übersicht der monatlichen Fixkosten ein, auch wenn die tatsächliche Abbuchung von 480 € nur einmal im Jahr stattfindet.
Ein weiteres Beispiel: Ein quartalsweise gezahlter Beitrag von 90 € entspricht monatlich anteilig 30 € (90 € ÷ 3 Monate).
Auf dem Smartphone könnt ihr einen Posten in der Liste einfach nach links wischen – dahinter erscheinen die Aktionen Bearbeiten und Löschen (verwaltete Energie-Posten lassen sich nur bearbeiten).
Suchen & nach Konto filtern
Über der Liste könnt ihr eure Posten durchsuchen (Titel und Kategorie) und per Konto-Chips filtern. Ein Tipp auf ein Konto zeigt genau die Posten, die über dieses Konto laufen: bei Giro- und Gehaltskonten die dort abgebuchten Posten, bei Rücklagenkonten die nicht-monatlichen Posten, für die dort angespart wird — zusammen ergeben sie die monatliche Einzahlung auf das Konto. Die Zwischensummen unter den Gruppen beziehen sich dann auf die gefilterte Auswahl, sodass ihr die Zusammensetzung direkt ablesen könnt. Auch die Übersicht verlinkt hierher: Ein Tipp auf ein Konto in der Karte „Monatliche Einzahlungen pro Konto" öffnet die passend gefilterte Ansicht.
Pro-Person-Sicht & virtuelle Umbuchungen
Unter den Kostenlisten zeigt der Bereich „Pro Person" für jedes Mitglied eine eigene Tabelle: alle Posten mit dem persönlichen Monatsanteil laut Split-Regeln (rein persönliche Posten stehen nur bei der jeweiligen Person, geteilte anteilig bei beiden) samt Personensumme. Darunter stehen die virtuellen Umbuchungen: was diese Person monatlich auf welches Konto überweisen sollte — Quellkonten der Posten plus die Rücklagen-Empfehlung (mit „Rücklage"-Kennzeichen). Damit ist der Dauerauftrags-Plan jeder Person auf einen Blick komplett. Im Haushaltsbuch zeigt die Monatskarte zusätzlich die Anteile pro Person für den angezeigten Monat. Über die Pfeile neben der Überschrift blättert ihr die Pro-Person-Sicht durch die Monate: andere Monate rechnen mit den dann gültigen Gilt-ab-Posten und der Gehalts-Historie (wie die Monats-Navigation der Übersicht); Liste und Zwischensummen darüber zeigen weiterhin den heutigen Stand.
Posten für die Zukunft vormerken
Jeder Posten kann optional ein Datum „Gilt ab" bekommen. Bis dahin bleibt er in der Liste sichtbar (mit „ab …"-Hinweis), zählt aber in keiner Rechnung mit — weder in den Monats-Summen noch in Rücklagen oder Ausgleich. Ab dem Stichtag aktiviert er sich von selbst. Typischer Fall: Der Bescheid für die KFZ-Steuer des E-Autos liegt schon vor, fällig wird sie aber erst ab 2033 — einmal eintragen, nie wieder dran denken. Das funktioniert auch automatisch: Kredite zählen erst ab der ersten Rate, und KFZ-Fixkosten mit einem Fälligkeitsdatum, das mehr als 12 Monate in der Zukunft liegt, gelten erst ab dann. Haushaltsbuch-Einträge könnt ihr ohnehin mit beliebigem Zukunftsdatum erfassen — sie erscheinen dann in ihrem Monat.
Automatische Posten aus Energie-, Kredit- und KFZ-Modul
Erfasst ihr im Energie-Bereich Abschläge, legt Evensum je Zähler automatisch einen eigenen Fixkosten-Posten an (z. B. „Strom – Abschlag", „Gas – Abschlag"). Diese Posten sind am Energie-Symbol erkennbar. Bezeichnung, Betrag und Intervall verwaltet das Energiemodul — der Betrag folgt immer dem aktuell geltenden Abschlag, auch nach Tarifwechseln. Aufteilung, Konto und Kategorie stellt ihr dagegen ganz normal hier im Fixkosten-Bereich ein; darüber fließen die Abschläge auch in Ausgleichszahlung und Konten-Einzahlungen ein. Löschen lassen sich diese Posten nicht direkt — sie verschwinden automatisch, wenn der Zähler gelöscht wird oder kein Abschlag mehr hinterlegt ist.
Genauso legt Evensum je laufendem Kredit einen verwalteten Posten für die Monatsrate an (z. B. „Baufinanzierung – Rate"). Der Betrag folgt der Rate; der Posten verschwindet automatisch, sobald der Kredit abbezahlt, pausiert oder gelöscht ist. Auch hier legt ihr Aufteilung, Konto und Kategorie selbst fest — damit fließen Kreditraten in Ausgleichszahlung und Konto-Einzahlungen ein.
Und schließlich wird auch jeder KFZ-Fixkosten-Eintrag (Steuer, Versicherung … aus dem KFZ-Bereich) als eigener verwalteter Posten geführt (z. B. „Golf – Versicherung"), mit echtem Intervall und Fälligkeitsdatum — jährliche KFZ-Kosten fließen damit auch in die Rücklagen-Empfehlung und deren Konto-Routing ein.
Die Rücklagen-Empfehlung
Das Problem bei jährlichen oder quartalsweisen Kosten: Im Fälligkeitsmonat wird ein großer Betrag auf einmal fällig, der das Monatsbudget belasten kann, wenn er nicht vorgesorgt wurde.
Evensum löst das so: Die App summiert alle monatlichen Anteile eurer nicht-monatlichen Fixkosten und empfiehlt euch, genau diesen Betrag monatlich auf ein separates Rücklagenkonto zu überweisen. Wenn dann die KFZ-Versicherung, der Rundfunkbeitrag oder die Hausratversicherung fällig werden, liegt das Geld dort bereits bereit.
Beispielrechnung für einen Haushalt:
| Posten | Intervall | Betrag | Monatlicher Anteil |
|---|---|---|---|
| KFZ-Versicherung | jährlich | 480 € | 40 € |
| Hausratversicherung | jährlich | 96 € | 8 € |
| KFZ-Steuer | halbjährlich | 60 € | 10 € |
| Summe | 58 € |
Evensum empfiehlt in diesem Fall, monatlich 58 € auf das Rücklagenkonto zu überweisen. Der Betrag und der Verlauf werden im Bereich Feste Kosten visualisiert, sodass ihr jederzeit seht, wie viel dort bereits angespart sein sollte.
Verteilung auf konkrete Rücklagenkonten: Sobald ihr Rücklagenkonten angelegt habt, verteilt Evensum diese Empfehlung automatisch: Posten, die eine Person zu 100 % trägt, fließen auf deren persönliches Rücklagenkonto, alle geteilten Posten auf euer gemeinsames Rücklagenkonto. Wie die Zuordnung genau funktioniert (inklusive Beispiel und dem Verhalten ohne gemeinsames Konto), erklärt die Seite Konten.
Die einmalige Anfangsbefüllung: Die monatliche Rate reicht nur, wenn genug Zeit zum Ansparen bleibt. Wird eine große Zahlung schon in den ersten Monaten fällig (z. B. die KFZ-Versicherung im übernächsten Monat), würde das Rücklagenkonto ins Minus rutschen. Für diesen Fall empfiehlt Evensum eine einmalige Anfangsbefüllung: genau der Betrag, um den das Konto ohne Startpolster im tiefsten Punkt im Minus wäre. Wie der Betrag zustande kommt, zeigt die Karte auf der Übersicht hinter „Wie setzt sich das zusammen?" als kleiner Kontoauszug: pro Fälligkeitsmonat, was bis dahin angespart ist, welche Zahlungen abgehen und der Zwischenstand — der tiefste Stand ist genau die empfohlene Anfangsbefüllung. Sobald ihr Rücklagenkonten nutzt, wird die Empfehlung je Konto berechnet und ausgewiesen (die Konten können sich ja nicht gegenseitig aushelfen); die Überschrift zeigt dann die Summe der Konto-Polster. Habt ihr den Betrag überwiesen, markiert ihn mit „Erledigt" — die Empfehlung verschwindet und taucht nur wieder auf, wenn sich der Bedarf erhöht.
Aufteilung pro Mitglied: Bei Haushalten mit mehreren Mitgliedern zeigt die Karte auf der Übersicht zusätzlich, wer wie viel der empfohlenen einmaligen Anfangsbefüllung übernehmen sollte. Die Aufteilung folgt den Splitting-Regeln der einzelnen Posten (50/50, nach Einkommen oder eigene Prozente) — wird z. B. die KFZ-Versicherung nach Einkommen geteilt, fließt sie auch mit dieser Gewichtung in die Aufteilung ein. Wer wie viel der monatlichen Einzahlung trägt, seht ihr in der Karte „Monatliche Einzahlungen pro Konto" auf der Übersicht; die Rücklagen-Projektion in der Statistik zeigt den Verlauf zusätzlich gestapelt nach Mitglied.
Sparraten
Neben Einnahmen und Ausgaben könnt ihr auch reguläre Sparraten als wiederkehrenden Posten anlegen, etwa "200 € monatlich auf das Sparkonto". Diese fließen in eure Übersicht ein, zählen aber separat von der Rücklagen-Empfehlung, da sie freiwilliges Sparen und nicht die Vorsorge für bereits feststehende Fixkosten abbilden.
Persönlich sparen
Möchte jede Person im Haushalt für sich selbst sparen, statt gemeinsam auf ein Ziel hin? Legt den Posten dazu mit Art Sparen, Aufteilung "Nur Zahler" (keine Aufteilung auf die anderen) und dem eigenen Einzelkonto als Zahlungskonto an – so bleibt der Betrag eindeutig einer Person zugeordnet. Im Bereich Feste Kosten seht ihr unterhalb der Sparen-Gruppe eine Aufschlüsselung, wie viel jedes Mitglied monatlich zurücklegt und – sofern ein Einkommen hinterlegt ist – welchen Anteil das an dessen persönlicher Sparquote ausmacht. Dieselbe Auswertung findet ihr auch im Dashboard (Sparen-Kachel) und in der Statistik ("Sparen pro Mitglied").
Praxistipp
Prüft eure festen Kosten mindestens einmal im Jahr, etwa wenn Versicherungsbeiträge sich ändern. Eine veraltete Jahresprämie führt sonst zu einer leicht falschen Rücklagen-Empfehlung.